Bremen, Liebfrauenkirche

   
   
Die Liebfrauenorgel wurde vom Orgelbauer Paul Ott und dem Liebfrauenkantor Harald Wolff gemeinsam geplant und 1953 auf der 
mittleren Ostempore in einem neubarocken Gehäuse errichtet, das Julius Ott, Paul Otts Bruder, entworfen hatte.

1959 wurde die Orgel abgebaut; die Kirche wurde grundlegend umgestaltet durch den Architekten Dieter Oesterlen. Er ließ den 
Turmraum (hinter dem früheren Orgelstandort) öffnen und zur Chorempore umbauen. Die Orgel wurde 1964 auf der Ostempore im 
südlichen Seitenschiff wieder aufgebaut; das Gehäuse mit seinen Kastenformen hatte Oesterlen entworfen. Es war seine Idee, die 8'-
Trompete horizontal zu bauen. Auf der Lade war nun Platz für eine weitere Trompete (1953: zwei Zungenregister im HW, 1964: drei). Die 
Prospektpfeifen wurden in Zinn erneuert. Windladen und Traktur blieben erhalten.
Es war Paul Ott selber (und nicht Schuke), der die Orgel wieder aufbaute.
Die Firma Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt kam 1984 ins Spiel. 
Damals hat sie die Orgel renoviert, den Winddruck erhöht sowie den 
Dulzian 16' (RP) zu 8' umgesetzt.

Winddrücke alt -> neu:
HW 60 -> 70
RP 55 -> 63
BW 54 -> 58
P  70 -> 80
Text: Friedrich Sprondel © 2007
  Die Disposition:
Hauptwerk: (C-f3)
Quintadena 16
Principal 8
Hohlflöte 8
Octave 4
Spitzflöte 4
Nassat 2 2/3
Octave 2
Mixtur 6-8 fach
Trompete 4
Spanische Trompete 8
Trompete 16

Rückpositiv: (C-f3)
Holzpfeife 8
Quintadena 8
Principal 4
Rohrflöte 4
Waldflöte 2
Octave 1
Sesquialtra 2 fach
Scharff 4-5 fach
Dulcian 8
Tremulant
Cymbelstern im Rückpostiiv als kleines Glockenspiel in C
Brustwerk: (C-f3)
Gedackt 8
Principal 4
Blockflöte 4
Gemshorn 2
Terz 1 3/5
Quinte 1 1/3
Cymbel 3-4 fach
Vox humana 8
Tremulant

Pedal: (C-f1)
Principal 16
Subbass 16
Octave 8
Gedacktpommer 8
Octave 4
Holzflöte 4
Nachthorn 2
Rauschpfeife 2 fach
Hintersatz 10 fach
Posaune 16
Trompete 8
Schalmey 4

Koppeln: HW+RP, HW+BrW,
P+HW, P+RP
   
   

   

Fotos: Dick Sanderman © 2006

   
   
   

Home
Zurück