Straelen, Sankt Peter und Paul-Kirche, Hoofdorgel

Die Bilder dieser Seite sind 2002 entstanden. Urheberrecht Photographie:
Gérard van Betlehem [http://www.betlehem.nl – 
gerard@betlehem.nl]

Mit dank an: Otto Kraemer, Info.
http://www.orgelimprovisationen.de

Otto Krämer schreibt über die Stockmann-Orgel:

“Die neue Orgel der Firma Gebrüder Stockmann Orgelbau in Werl ist bereits die vierte in diesem Jahrhundert. Bis 1921 existierte eine Orgel romanti-scher Prägung, gefertigt in der damals üblichen Bau-weise der Schleiflade. Über die Disposition und den Orgelbauer ist konkret nichts bekannt; allerdings lassen einige Register, die aus dieser Orgel teilweise (Nr 14) oder auch komplett erhalten und wiederverwendet wurden
(Nr.1, 10, 16, 17, 20, 21), Rückschlüsse auf eine
Orgel eventuell des Orgelbauers Rütter aus Kevelaer zu. Im Jahre 1921 wird die nächste Orgel geweiht. Sie
hatte 31 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Spieltraktur wurde als pneumatische Membranlade gefertigt; diese Traktur wurde 1941 elektrifiziert und die Orgel gleichzeitig um ein Rückpositiv auf 42 Register erweitert.
1972 wird vom Orgelbauer Seifert aus Kevelaer die “Unzulänglichkeit des Instruments” in einem Gutachten bestätigt. Erst 1988 wird das Orgelprojekt aufgenommen und durchgeführt.

Im alten, neogotischen Gehäuse eines Herrn „Dinter“ aus Venlo entstand nebst einem dem Hauptwerk angepassten neuen Rückpositiv ein technischer Neubau unter Verwendung  mechanischer Schleifladen und eines Großteiles der schönen alten Stimmen aus der hochromantischen Phase des deutschen Orgelbaus.
Daher  ist die Stockmann – Orgel von 1991 auch ein
klanglicher Zeuge aus vergangener Zeit.”

Die Disposition:

Hauptwerk:
Bordun 16
Prinzipal 8
Offenflöte 8
Viola di Gamba 8
Oktave 4
Flöte 4
Quinte 2 2/3
Oktave 2
Mixtur 4f
Trompete 8
Rückpositiv:
Gedackt 8
Dulcidena 8
Prinzipal 4
Blockflöte 4
Oktave 2
Nasat 1 1/3
Scharff 2-3f
Sesquialter 2f
Cromorne 8
Schwellwerk:
Gedackt 16
Geigenprinzipal 8
Flöte 8
Salicional 8
Flûte céleste 8
Vox Coelestis 8
Prinzipal 4
Querflöte 4
Quinte 2 2/3
Piccolo 2
Terz 1 3/5
Nachthorn 1
Trompette 8 * (war Trompete 8)
Hautbois 8
Clarinette 8 (durchschlagend)
Clairon 4 * (war Mixtur 3f)
Pedal:
Contrabass 16
Subbass 16
Quintbass 10 2/3 **
Oktavbass 8
Choralbass 4
Hintersatz 2 2/3
Posaune 16
Trompete 8

**: war Gedacktbass 8
Die mit * gekennzeichnete Register sind von 2006.

Die Orgel hat alle Normalkoppeln; 3 freie Kombinationen und Handregister; 1 freie Pedalkombination; Tutti; Einzelabsteller für Zungen und Mixturen; Crescendo – und Schwelltritt (III. Manual).